Nüstern

Als Nüstern bezeichnet man die äußeren Nasenöffnungen des Pferdes, die den Eingang zu den oberen Atemwegen bilden und aus beweglichen Knorpel- und Hautfalten bestehen.

Die Nüstern sind die paarig angelegten äußeren Nasenöffnungen des Pferdes. Sie befinden sich am vorderen Ende der Nase und stellen die primäre Eintrittspforte für die Atemluft dar, da Pferde obligate Nasenатmer sind und unter normalen Umständen nicht durch den Mund atmen. Anatomisch bestehen die Nüstern aus einem elastischen Knorpelrahmen, der von Haut und Schleimhaut überzogen ist und ihnen ihre charakteristische Form verleiht.

Anatomie und Aufbau

Jede Nüster setzt sich aus einem äußeren, stärker behaarten Anteil und einem inneren, schleimhautbedeckten Abschnitt zusammen. Ein kleiner blinder Einbuchtung, die sogenannte falsche Nüster oder Nasendivertikel, liegt seitlich neben dem eigentlichen Naseneingang und hat keine Atemfunktion. Die Beweglichkeit der Nüstern wird durch mehrere kleine Muskeln ermöglicht, die eine Weitung oder Verengung der Öffnungen erlauben.

Funktion

Im Ruhezustand sind die Nüstern relativ schmal geöffnet. Bei körperlicher Belastung weiten sie sich reflexartig erheblich, um den erhöhten Luftbedarf zu decken. Darüber hinaus spielen die Nüstern eine wichtige Rolle bei der Geruchswahrnehmung, da das Pferd durch aktives Blähen der Nüstern den Luftstrom zur Riechschleimhaut verstärken kann. Auch bei der Lautgebung, etwa beim Schnauben oder Wiehern, sind die Nüstern beteiligt.

Bedeutung im Reitsport

Im reiterlichen Kontext gelten weit geöffnete, rosig durchblutete Nüstern als Zeichen von Anspannung, Aufmerksamkeit oder körperlicher Aktivität. Gerötete, erweiterte oder stark schleimbedeckte Nüstern können hingegen auf Erkrankungen der Atemwege hinweisen. Tierärztlich relevante Befunde umfassen einseitigen oder beidseitigen Nasenausfluss, Verformungen durch Verletzungen sowie Einengungen, die die Atemleistung des Pferdes beeinträchtigen. Reiter und Pferdebesitzer sollten den Zustand der Nüstern daher regelmäßig in die allgemeine Gesundheitsbeurteilung einbeziehen.

Häufige Fragen

Was sind Nüstern beim Pferd?

Als Nüstern bezeichnet man die paarigen äußeren Nasenöffnungen des Pferdes, die den Eingang zu den oberen Atemwegen bilden. Sie bestehen aus einem elastischen Knorpelrahmen, der von Haut und Schleimhaut überzogen ist, und sind die primäre Eintrittspforte für Atemluft, da Pferde ausschließlich durch die Nase atmen.

Was ist die falsche Nüster beim Pferd?

Die falsche Nüster, auch Nasendivertikel genannt, ist eine kleine blinde Einbuchtung seitlich neben dem eigentlichen Naseneingang, die keine Atemfunktion erfüllt. Sie ist Teil der Nüsteranatomie, führt jedoch nicht in die Atemwege.

Warum weiten Pferde beim Reiten ihre Nüstern?

Bei körperlicher Belastung weiten sich die Nüstern reflexartig erheblich, um den erhöhten Luftbedarf des Pferdes zu decken. Mehrere kleine Muskeln ermöglichen diese Weitung und Verengung der Öffnungen.

Was bedeutet es, wenn ein Pferd stark geblähte oder gerötete Nüstern hat?

Weit geöffnete, rosig durchblutete Nüstern gelten im reiterlichen Kontext als Zeichen von Anspannung, Aufmerksamkeit oder körperlicher Aktivität. Gerötete, erweiterte oder stark schleimbedeckte Nüstern können hingegen auf Erkrankungen der Atemwege hinweisen und sollten tierärztlich abgeklärt werden.

Welche Funktion haben die Nüstern des Pferdes außer der Atmung?

Die Nüstern spielen auch bei der Geruchswahrnehmung eine wichtige Rolle, da das Pferd durch aktives Blähen der Nüstern den Luftstrom zur Riechschleimhaut verstärken kann. Zudem sind sie an der Lautgebung beteiligt, etwa beim Schnauben oder Wiehern.

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