Tiermedizin

Cushing-Syndrom

Das Cushing-Syndrom, medizinisch als Pferde-Cushing oder equines Pituitary Pars Intermedia Dysfunction (PPID) bezeichnet, ist eine hormonelle Erkrankung des Pferdes, bei der eine Fehlfunktion der Hirnanhangdrüse zu einer dauerhaften Überproduktion bestimmter Hormone führt.

Headshaking

Headshaking bezeichnet ein beim Pferd auftretendes Syndrom, bei dem das Tier den Kopf unkontrolliert und wiederholt ruckartig schüttelt oder wirft, ohne dass ein erkennbarer äußerer Auslöser vorliegt und ohne dass das Pferd willentlich Einfluss darauf nehmen kann.

Hufrehe

Hufrehe ist eine schmerzhafte Entzündung der Huflederhaut, bei der sich die Verbindung zwischen Hufkapsel und Hufbein lösen kann. Sie ist ein medizinischer Notfall — frühe Erkennung, sofortige Tierarzt-Konsultation und konsequente Fütterungs-Anpassung sind entscheidend.

Hufrollenentzündung

Die Hufrollenentzündung (Podotrochlose) ist eine degenerative Erkrankung des Strahlbeins und seiner umgebenden Strukturen im Pferdehuf, die zu chronischer Lahmheit führt und zu den häufigsten Ursachen für Leistungsminderung beim Reitpferd zählt.

Impfung

Eine Impfung ist eine medizinische Schutzmaßnahme, bei der dem Pferd gezielt abgeschwächte, abgetötete oder gentechnisch hergestellte Krankheitserreger bzw. deren Bestandteile verabreicht werden, um das Immunsystem zur Bildung spezifischer Abwehrstoffe anzuregen und so vor bestimmten Infektionskrankheiten zu schützen.

Kissing Spines

Kissing Spines bezeichnet eine Erkrankung des Pferderückens, bei der sich benachbarte Dornfortsätze der Brustwirbelsäule so weit annähern oder berühren, dass es zu Schmerzen, Entzündungen und Bewegungseinschränkungen kommt.

Kolik

Als Kolik bezeichnet man in der Tiermedizin einen Symptomkomplex, der krampfartige oder anhaltende Bauchschmerzen beim Pferd beschreibt und auf Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts zurückgeht.

Koppen

Koppen ist eine weit verbreitete Verhaltensstörung beim Pferd, bei der das Tier einen festen Gegenstand mit den Schneidezähnen umfasst, die Halsmuskulatur anspannt und dabei Luft in den Schlund zieht, was von einem charakteristischen Rülpser- oder Grunzgeräusch begleitet wird.

Mauke

Mauke ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung im Bereich der Fesselbeuge beim Pferd, die durch Rötung, Nässen, Krustenbildung und Schmerzhaftigkeit gekennzeichnet ist und ohne konsequente Behandlung zu dauerhaften Gewebeschäden führen kann.

Nüstern

Als Nüstern bezeichnet man die äußeren Nasenöffnungen des Pferdes, die den Eingang zu den oberen Atemwegen bilden und aus beweglichen Knorpel- und Hautfalten bestehen.

Osteochondrose

Osteochondrose (OC) ist eine Entwicklungsstörung des Knorpel-Knochen-Gewebes, bei der die normale Umwandlung von Knorpel in Knochen gestört ist und die vor allem bei jungen, schnell wachsenden Pferden auftritt.

Quarantäne

Quarantäne bezeichnet die zeitlich begrenzte, räumliche Absonderung eines Tieres oder einer Tiergruppe, um die Einschleppung oder Ausbreitung ansteckender Krankheiten zu verhindern.

Sehnenschaden

Ein Sehnenschaden beim Pferd bezeichnet eine Verletzung oder Degeneration einer oder mehrerer Sehnen, am häufigsten im Bereich der Unterglieder, die zu Lahmheit und langwierigen Heilungsverläufen führt.

Sommerekzem

Das Sommerekzem ist eine allergisch bedingte Hauterkrankung des Pferdes, die durch den Speichel bestimmter Stechmücken ausgelöst wird und mit intensivem Juckreiz sowie entzündlichen Hautveränderungen einhergeht.

Spat

Spat ist eine degenerative Gelenkerkrankung des Pferdes, die das Sprunggelenk betrifft und durch knöcherne Zubildungen sowie zunehmende Gelenkversteifung gekennzeichnet ist.

Strahlfäule

Strahlfäule ist eine häufige Erkrankung des Pferdehufes, bei der das Horn des Strahls durch bakterielle Einwirkung zersetzt wird und charakteristisch übelriechende, schwärzliche Massen entstehen.

Untugenden

Als Untugenden bezeichnet man im Pferdesport erlernte Verhaltensweisen oder Unarten von Pferden, die im Umgang, bei der Arbeit oder im Stall auftreten und die Sicherheit von Mensch und Tier beeinträchtigen können.

Weben

Weben ist eine Verhaltensstörung bei Pferden, bei der das Tier rhythmisch den Kopf und den Vorderkörper von einer Seite zur anderen schaukelt, während es auf der Stelle steht. Es zählt zu den sogenannten Stereotypien und gilt als Hinweis auf chronischen Stress oder eine fehlerhafte Haltung.

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